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Nach Ärger - schnell wieder gut drauf sein

Sie fragen sich:
  • Als Handelsvertreter oder als Verkäufer: Wie lasse ich den Frust im Auto?
  • Als Führungskraft: Wie motiviere ich mich zur Freundlichkeit?
  • Als Kundenbetreuer: Wie kann ich beim nächsten Telefonat schon wieder positiv gestimmt sein?
  • Als Techniker: Wie lasse ich den Frust aus der nächsten Besprechung draußen?

Sicher haben Sie sich schon selbst ein großes Repertoire angeeignet.

So machen das andere:
Praxistipps einiger Seminarteilnehmer, Kunden oder Kollegen

Verbale Schokolade
Rufen Sie jemanden an, den Sie erotisch finden. Hören Sie seine/ihre Stimme, stellen Sie sich seinen/ihren Körper und die Begegnungen mit diesem Menschen vor. Die Vorstellungen, die in diesem Telefonat in ihrem Kopf entstehen, führen zu einem kleinen Vitaminstoß, der Sie motiviert. Motto: _ “Ich will keine Schokolade! Ich will lieber einen ...”
Von einer südländischen Familientherapeutin

Tennisspiel
Ich fange nach jedem verlorenen Ballwechsel wieder bei Null an. Jedes Gespräch und jeder Kunde sind mir gleich wichtig.
Jürgen Reitgaßl, Kundenbetreuer in einer Druckerei


Der Spiegel
Verkäufer mit telefonischem Kundenkontakt haben einen Handspiegel in der Schublade und ziehen diesen nach dem ärgerlichen Gespräch heraus. Lächeln Sie in den Spiegel und schon werden Sie vom eigenen Lächeln angesteckt. Sich selbst von außen betrachten, von sich Abstand nehmen und das Gefühl erleben, wie schön das eigene Gesicht ist, wenn ich mich wohl fühle. Grund genug, um in den Spiegel zu schauen.
Anja Huth, Wirtschaftstrainerin und Unternehmensberaterin

Luft ablassen
Im wörtlichen Sinne: Ich atme tief aus. Dabei atme ich Frust und Ärger hinaus und spüre bewusst meinen Körper. Jede Spannung im Körper atme ich hinaus. Ich fühle in meinen entspannten Körper hinein. Das dauert manchmal 10 Sekunden, manchmal fünf Minuten. Aber diese Zeit nehme ich mir. Auch dabei aus dem Fenster schauen hilft, mit dem Rücken zum Ort der Frustursache.
Von einer Dame aus Weimar, die nicht genannt werden will, leitende Arzthelferin


Hände oder Gesicht waschen
Wasser hat reinigende Wirkung aber nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. Fast alle Kulturen verwenden Wasser als spürbares und erlebbares Reinigungssymbol (Taufe der Christen, Händewaschung der Juden, Reinigungsrituale der Moslems, Baden der Hindus im Ganges). Reinigen Sie Ihr Gesicht und Ihre Hände mit kaltem Wasser, symbolisch und real. Danach den Tag neu beginnen.
Ergebnis aus einem Verkäuferworkshop für Handelsvertreter “Verkaufsorientierung und Selbstmotivation”, Bauchemische Produkte

Es gibt viele kleine Welten
Wenn plötzlich alles grau und trist scheint, dann blicke ich aus dem Fenster, betrachte die Farben und Formen der Natur und höre den Stimmen der Vögel zu. Für mich hat sich die Welt verändert, aber die Amsel besingt unverändert die Pracht der Schöpfung.
Thilo Oppermann, Verkäufer in der Automobilbranche


Die gute Seele
Ich erzähle meinen Frust meiner Kollegin. Sie hört mir zu und versteht meine Gefühle. Nach ein paar Sätzen bin ich dann schon wieder besser drauf. Sie ist eine gute Zuhörerin. Auch belächle ich manchmal mich und die erlebte Situation. Mit diesem Abstand und in Vorfreude auf das nächste Gespräch bin ich dann schnell wieder gut drauf.
Heidi Herbig, Personalberaterin

Kein Frust mit dem Kunden
Wenn mir was nicht passt, sage ich es dem Kunden sofort, auch meine Enttäuschung oder wenn ich über etwas sauer bin. Ich bin genauso offen zu meinen Kunden, wie ich es mir von meinen Kunden wünsche. Dabei werfe ich ihm nichts vor, sondern sorge für eine spannungsfreie Atmosphäre zwischen dem Kunden und mir. Dadurch gehe ich nie frustriert aus dem Gespräch. Meine Kunden nehmen mich genauso ernst wie ich sie.
Dagmar Strunz, ehemals Kundenbetreuerin und Reklamationsbearbeitung bei einem Gastronomieküchenhersteller


Sich eine Freude bereiten
Ich tu mir was Gutes: Eine Tasse Kaffe, ein kurzer Gang vor die Tür des Büros ins Freie, ein Gespräch mit jemandem, den ich gern mag und wo ich aus Erfahrung weiß, dass er mir gut tut. Mein Motto: Ausgleich des Unangenehmen mit dem Guten.
Helga Mazilescu, Customer Service im Bereich Telekommunikationstechnik

Aggressionsabbau
Ich schreibe den Typen, mit dem ich zu tun hatte auf einen Zettel und werfen den Zettel in den Papierkorb. Dieses greifbare Zeichen hilft beim Abstandnehmen vom Gespräch. Alternativen: Wutball in die Ecke feuern oder in der Toilette Papiertücher zerfetzen. Danach geht´s mir wieder gut.
Inka Haak, Trainerin für Telekommunikationstechnik

Neubeginn
Beginnen Sie den Tag zu jedem Zeitpunkt neu, auch wenn es bereits spätnachmittags ist. “Jetzt ist die erste Stunde des Tages.”
Jan Sédivy, Meditations- und Kontemplationslehrer


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